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Ariella
Ariella
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Ariella ist eine traditionelle Öllchanukkiah aus massivem Messing, dessen Design eine direkte Brücke zur europäischen Kultur des 19. und frühen 20. Jahrhunderts schlägt. Dieser sogenannte polnische Typus war einst der Mittelpunkt des Lichterfests in den jüdischen Gemeinden Polens, Galiziens und der Ukraine.
Nach den historischen Umbrüchen und den schweren Verlusten des Zweiten Weltkriegs wurde dieses klassische Modell in der Nachkriegszeit — vorwiegend zwischen 1960 und 1980 in Israel — im traditionellen Sandgussverfahren liebevoll neu aufgelegt. Diese feinen Replikate entstanden aus dem tiefen Bedürfnis heraus, die Kontinuität der jüdischen Sachkultur zu bewahren und die vertrauten Formen des osteuropäischen Erbes in die neue Generation weiterzutragen.
Die visuelle Gestaltung spiegelt diese Kontinuität und die Bedeutung ihres Namens, der im Hebräischen „Löwin Gottes“ bedeutet, wider. Im Zentrum der reich verzierten Rückwand befinden sich die Gesetzestafeln mit den Zehn Geboten, die von den Löwen von Juda flankiert werden — einem traditionellen Symbol für Stärke, Mut und den Schutz des Hauses. Über der Szenerie thront die Thora-Krone als Zeichen der spirituellen Würde.
Neben ihrer symbolischen Ebene zeichnet sich Ariella durch eine durchdachte, funktionale Mechanik aus, die für diesen historischen Typus charakteristisch ist: Die acht Hauptbrenner im unteren Bereich sind als plastische Löwenfiguren gegossen, deren Köpfe sich nach hinten klappen lassen, um die Schalen sauber mit Olivenöl zu befüllen. Auf der linken Seite befindet sich eine abnehmbare Vogelfigur, die als Schamasch dient und zum Entzünden der anderen Flammen genutzt wird. Auf der rechten Seite sitzt das passende, abnehmbare Miniatur-Ölkännchen, das eine präzise Befüllung der Löwenköpfe ermöglicht.
Ariella befindet sich in einem hervorragenden Vintage-Zustand. Die schwere Qualität aus Gelbguss steht auf geschwungenen Rokoko-Füßen, die die Oberfläche von Möbeln schützen. Die raue Textur auf der Rückseite sowie die unregelmäßigen Befestigungen auf der Unterseite sind herstellungsbedingt und dokumentieren die authentische Fertigung dieses Nachkriegsobjekts.